Friedenau erzielt Silber beim HWC

U14-Basketball auf hohem Niveau – die 10. Jubiläumsausgabe des Hermut Weber Cup hatte nicht zu viel versprochen. Acht Teams mit Ambitionen kamen zu Pfingsten in die Halle am Zauritzweg und lieferten drei Tage lang tollen Basketball. Die Gruppeneinteilung sah wie folgt aus:

Unser Club erreichte bei seiner ersten Teilnahme an diesem hochkarätigen Turnier auf Anhieb das Finale. Auf dem Weg dorthin hatte es die Mannschaft mit vielen spielstarken Gegnern zu tun.

Los ging es am Samstag, 3.6. mit dem Spiel unserer Jungs gegen ALBA Berlin. Unser Team kam etwas verhalten ins Spiel und traf ungewohnt bescheiden von den Außenpositionen. ALBA lag in der ersten Halbzeit lange in Führung, doch nach und nach fanden die Mammuts besser in die Partie. Mit verstärktem Drive zum Korb erhöhte die Mannschaft den Druck auf den Gegner und ging auch in der defense besser zu Werke. Das Spiel war nun ausgeglichen. Kurz vor der Halbzeit gelang ALBA allerdings ein „lucky shot“ von weit hinter der Dreierlinie, das Team ging dadurch mit vier Punkten (38:34) in Führung.

Im zweiten Abschnitt waren beide Mannschaften wieder gleich auf, schenkten sich keinen Zentimeter. Doch die Mammuts liefen dem kleinen Abstand der vier Punkte hinterher und wollten nicht so recht rankommen. Chancen hatte das Team genug, ließ aber leider weiterhin zu viel liegen. Vor allem die Würfe von außen wollten einfach nicht ihr Ziel finden, hinzu kam eine Reihe verpasster Freiwürfe. Dennoch kämpfte sich unser Team bis auf einen Punkt zum 45:46 heran und den letzten Angriff selbst in der Hand. Wieder waren es eigene Fehler im vereinbarten Set, die uns am Ende den Sieg verwehrten. C’est la vie. Die Moral hatte in jedem Fall gestimmt!

Im zweiten Spiel des Tages mühte sich unsere U14 dann gegen die Hamburg Auswahl 2004. Irgendwie verlief die Partie bis in die zweite Halbzeit hinein schleppend, nahm dann zum Ende hin aber ordentlich Fahrt auf. Beide Teams bearbeiteten sich mächtig, Friedenau lag bis kurz vor Schluss vorn, musste dann aber durch den Hamburger Spieler Nr. 10 einen 3-Punkte-Treffer zum Ausgleich hinnehmen. Verlängerung…

Hier behielt unser Team die Nerven, man könnte fast sagen „Nerven aus Stahl“. Eigentlich hatten die Hansestädter das Zepter in der Hand und lagen bis zur Schlusssekunde mit einem Punkt in Front. Aber eben nur bis zur Schlusssekunde: Pass von Nils auf Kaya, der wirft mit dem Abpfiff einen Buzzer-Beater mit Brett! Der Schütze rennt, wird aber im Mittelkreis eingeholt und schnell begraben unter einer Traube von jubelnden Spielern und Fans. Gänsehaut.

Die Sonntagsaufgaben erwiesen sich als wenig problematisch für unsere Mannschaft. Gegen Brose Bamberg, das mit vielen 2005ern angerückt war, gab es einen deutlichen Sieg. Auch das Viertelfinale gegen die Auxilium Academy Torino aus Italien stellte das Team vor eine lösbare Angelegenheit.

Am Pfingstmontag stand dann das nächste Highlight an. Das Halbfinale gegen den FC Bayern München. Die Bayern, gecoacht von Steffen Hamann und Florian Wedell,  hatten bis zu diesem Zeitpunkt alle Gegner dominiert und deutlich geschlagen. Aber unser Team war taktisch gut eingestellt, kam sofort ins Spiel und kaufte den Münchnern in den Anfangsminuten den Schneid ab. Als Spitzenteam wusste der FCB zu antworten und gestaltete das Spiel in der Folge ausgeglichen. Doch es sollte ein Berliner Tag werden. Unser Team leistete sich kaum Fehler, auch von der Bank kamen wichtige Impulse. So gelang uns am Ende der zweite Sieg in diesem Jahr gegen den FC Bayern München (61:47).

Im sechs Stunden später angesetzten Finale traf unsere Mannschaft dann erneut auf ALBA Berlin. Unser Team hatte sich einiges vorgenommen, aber aus diversen Gründen war die Luft leider raus. Nichts wollte gelingen, kein Wurf saß, es lief einfach in die verkehrte Richtung für uns. Nichts desto trotz hat die Mannschaft mit dem 2. Platz ein super Ergebnis erzielt. Ein wirklich toller Erfolg, Glückwunsch Jungs!

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Organisatoren des DBV Charlottenburg, den Schiedsrichtern und den Eltern am Buffet, die immer einen Spruch auf den Lippen hatten, für das tolle Turnier!